Die Kirche

Die Pfarrei St. Johannes in der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hegau

Pfarrer Werner Mühlherr
Tel. 0170-3842032
E-Mail: werner.muehlherr@kath-hegau-mitte.de
Homepage: www.kath-hegau-mitte.de

Gottesdienste in der Seelsorgeeinheit und das Pfarrblatt -> www.kath-hegau-mitte.de


Seelsorgeteam
Pfarrer Werner Mühlherr
Tel. 0170 3842032, E-Mail: werner.muehlherr@kath-hegau-mitte.de
Pfarrer i. R. Siegfried Meier
Tel. 07738-262, E-Mail: remig-steisslingen@t-online.de
Gemeindeassistentin Nicole Tutuianu
Tel. 0151 14966096 , E-Mail: Nicole.tutuianu@kath-hegau-mitte.de
Pastoralassistent Ralf Ruder
Tel. 07733-940819, E-Mail: ralf.ruder@kath-hegau-mitte.de

Pfarrgemeinderat:
Vorsitzender Dr. Ralf Seepold, E-Mail: ralf.seepold@kath-hegau-mitte.de
Stellv. Vorsitzender und Gemeindeteamsprecherin von Schlatt:
Sabine Kaiser, E-Mail: sabine.kaiser@kath-hegau-mitte.de

Girokonto Röm.-kath. Kirchengemeinde Mittlerer Hegau
IBAN: DE60 6925 0035 0003 0261 19


Kath. Pfarramt St. Remigius, 78256 Steißlingen, Kirchstraße 9
Tel. 07738-262
E-Mail: pfarramt.steisslingen@kath-hegau-mitte.de
Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 09:00 – 12:00 Uhr


Kath. Pfarramt St. Verena, 78269 Volkertshausen, Friedensstraße 9
Tel. 07774-9398911
E-Mail: pfarramt.volkertshausen@kath-hegau-mitte.de
Öffnungszeiten: Mo, Mi 09:00 – 12:00 Uhr


Gottesdiensttermine:


St. Johannes Kapelle

Kirchlich gesehen war Schlatt unter Krähen von Anfang an bis Ende 1977 eine Filiale von Mühlhausen.
Das bedeutet: die Gläubigen von Schlatt mussten zum Sonntagsgottesdienst jahrhundertelang in die zuständige Pfarrkirche nach Mühlhausen. Trotzdem stand aber in Schlatt schon sehr früh eine kleine Kirche (Kapelle), die Johannes dem Täufer geweiht war. Diese Kapelle war jedoch nicht als Friedhofskirche erbaut, denn bis zum Jahre 1819 wurden die Toten von Schlatt in Mühlhausen bestattet. Nach Ausweis des Totenbuches war im September 1819 die erste Beerdigung in Schlatt „in dem neu errichteten und eingeweihten Kirchhofe“. Das Täufer-Patrozinium der Schlatter Kapelle ist ein untrüglicher Hinweis auf ihr hohes Alter. Im Pfarrarchiv befindet sich eine Urkunde vom November 1593 mit der Überschrift „Ernewerung des Hailigen Sanct Johans zuo Schlat Eingomen“. Das Wort „Ernewerung“ (Erneuerung) lässt auf etwas bereits zuvor bestehendes schliessen. Das heisst also, dass die Johanneskapelle auf eden Fall vor 1593 schon im Dorf bzw. damals am Rand des alten Dorfkerns stand. Diese Kapelle steht heute nicht mehr. Am selben Platz wurde nämlich am 28. Juni 1747 eine neue Kirche geweiht mit dem Titel Johannes der Täufer und Rochus (Rochus ist, wie Sebastian, Pest- und Seuchenpatron). Deshalb gibt es in Schlatt einen Johannes- und einen Rochusweg.Mit wachsender Bevölkerungszahl wurden die räumlichen Verhältnisse in der bisherigen Kirche beengt, vor allem deswegen, weil der frühere Mühlhauser Pfarrer Albert Riesterer auch in Schlatt einen eigenen Sonntagsgottesdienst einführte. In den letzten Jahren kam dann immer drängender das Bedürfnis nach eigenen Gemeinderäumen. Dies führte schliesslich dazu, sich mit dem Gedanken eines Kichenneubaus mit Gemeindezentrum zu befassen. Das Ergebnis der Überlegungen und Planungen haben wir nun in der neuen St. Johannes-Kirche mitten im Ortszentrum von uns. Am Himmelfahrtstag, dem 31. Mai 1984, wurde diese Kirche eingeweiht. Die Grundrissform ist die eines gleichschenkeligen Kreuzes, woraus sich dann auch die entsprechende Dachform mit dem Turm in der Mitte ergibt. Der Bau steht nach alter Tradition in Richtung Osten, das bedeutet in Richtung Jerusalem („ Das Heil kommt von den Juden“, Joh. 4,22) und mit dem Blick zur aufgehenden Sonne, die der Gemeinde ein Symbol für Christus, dem „Licht der Welt“ (Joh. 8,12) ist. Künstlerisch gesehen steht und fällt das Kircheninnere mit den grossen bleiverglasten Farbfenstern, die alle vier Giebel ausfüllen. Der Entwurf und die Gestaltung stammen von Peter Valentin Feuerstein aus Neckarsteinach. Dargestellt ist unsere Heilsgeschichte. Die Nordseite (links) zeigt uns die Beziehung Gottes zum Menschen und umgekehrt:: Verheissung und Bundesschluss einerseits, Bündnisbruch und Abfall andererseits, ausgedrückt in folgenden Bildern (von links nach rechts): Paradiesbaum mit Schlange, Abraham mit den Sternen am Himmel und dem Gastmahl der drei Boten, Mose unter  dem brennenden Dornbusch und darüber die Tafeln mit den 10 Weisungen, rechts der Tanz um das Goldene Kalb. Das Ostfenster nimmt Bezug zum Geschehen an und auf dem darunter stehenden Altar (Altar, Ambo, Taufbrunnen mit fliessendem Wasser und die sogenannten  Apostelleuchter schuf Frido Lehr mit seinem Sohn Christoph, Karlsruhe, der Renaissance-Altar auf der linken Seite ist aus der alten Kirche übernommen). Das Fenster über dem Altar hebt in der Mitte bewusst das letzte Abendmahl und das Kreuz mit dem geschlachteten Lamm hervor und gipfelt oben im Rot der Auferstehungssonne. Das untere Feld beginnt links mit der Geburt Jesu, zeigt dann in mehreren kleinen Bildern und Symbolen einige Zeichen an, die Jesus gewirkt hat, Und schließt rechts mit dem Pfingstereignis.Über der Sängertribüne (rechts) verkündet uns das Südfenster Bildreden Jesu. Wir nehmen (von links) einen Weinstock wahr  (Weinstock – Rebzweige, Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg, von den bösen Winzern), dann in der Mitte unten das zusammenstürzende Haus, welches nicht auf Felsen gebaut ist, und rechts davon einen Baum (Gleichnis vom Senfkorn, Baum mit den guten und schlechten Früchten).  In der Weiterführung nach oben sehen wir den Mann mit dem Schatz aus dem Acker,in einer geöffneten Muschel die kostbare Perle, darüber das Gleichnis von der falschen  und rechten Sorge (Vögel des Himmels und Lilien des Feldes), ganz oben Sonne und  darunter Regen (Gott lässt seine Sonne aufgehen über Gute und Böse…) und schliesslich rechts unten das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl. Das Fischernetz um die Brüstung der Sängertribüne lässt an das Gleichnis vom Fischnetz denken, das ins Meer geworfen wurde und allerlei Fische fing.Beim Verlassen der Kirche richtet sich der Blick auf das Westfenster, dessen Aussage uns beim Hinausgehen als frohmachende Botschaft und als Zeichen der Hoffnung auf unserem Weg ansprechen will. Das Bild weist hin auf Gottes rettendes Tun an uns und nimmt dafür als Beispiel Noah, den die Arche wie eine bergende Hand umfängt unddurch die Fluten dieser  Weltzeit trägt, hinüber zur endgültigen Errettung und  endzeitlichen Befreiung, welche angedeutet wird durch das himmlische Jerusalem aus der Offenbarung mit dem Lamm in der Mitte auf dem Buch mit den sieben Siegeln. Dass wir als Christen mit beiden Füssen in dieser Welt stehen und hier „Sauerteig“,„Salz und Licht“ sein sollen, wird deutlich gemacht durch die drei Wappen unten in der linken Ecke. Das Ortswappen von Schlatt mit dem Hohenkrähen verweist auf die konkrete Gemeinde am Ort. Auf den geschichtlichen Bezug zu diesem Ort, aber auch auf unsere politische Mitverantwortung und Mitarbeit in Staat und Gesellschaft wollen  das österreichische (ehemals vorösterreichisches Gebiet) und das badische Wappenhinweisen Albrecht M. Wick, Friedingen
2002 B. Hilpert